Dienstag, 24. April 2012

Ein seltener Käfer

Im Komposthaufen fanden wir letztes Jahr 
jede Menge dieser kleinen gelblichen Larven. 
Da waren wir noch der Annahme, 
dass das Maikäfer werden würden.
  

Doch als wir größere fanden, 
kamen wir ins Grübeln.


Mit dem Ende der Gartenarbeit,
gerieten diese Made in Vergessenheit. 
Bis zum letzten Wochenende ... 


Da fanden wir neben den großen 
und kleinen Larven auch Käfer,
die in keinem Natur- und Tierbuch zu finden waren.
Erst ein Vermutung und das Internet lüftete das Geheimnis
um diesen merkwürdigen Krabbler.


Der Nashornkäfer (Oryctes nasicornis) 
zählt innerhalb der Familie der Blatthornkäfer 
(Scarabaeidae) zur Gattung Oryctes
Erstmals beschrieben wurde er im Jahre 1746 
von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné.*

Die Körperlänge beträgt 25 bis 40 Millimeter. 
Die Geschlechter weisen 
einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus auf. 
Das Männchen weist am Kopf ein ausladendes Horn auf, 
das leicht nach hinten gebogen ist. 
Beim Weibchen fehlt dieses Horn 
und der vordere Hornschild ist relativ glatt. 
An den unteren Flanken, 
zwischen den Flügeldecken 
sowie an den obeneren Segmenten der Extremitäten 
zeichnet sich eine bräunliche Behaarung ab. 
Die Färbung des Chitinpanzers variiert 
zwischen rostbraun und fast schwarz. 
Wie alle Käfer,
 so hat auch der Nashornkäfer sechs Beine, 
die an den Enden hakenförmige Gebilde aufweisen. 
Der Nashornkäfer ist ein dämmerungs- 
und nachtaktiver Käfer. 
Die Flugzeit erstreckt sich meist über Juni bis August.*

Der Nashornkäfer ist in weiten Teilen Europas verbreitet. 
Er kommt zudem auch im Norden Afrikas 
sowie im Osten bis nach Mittelasien vor. 
Sie leben meist in Laubwäldern mit reichlich Totholz. 
Bevorzugt werden dabei Eichenwälder. 
Sie sind sowohl im Tieflandwald 
also auch in Höhenlagen der Vorgebirge anzutreffen.* 

Die fertigen Käfer ernähren sich 
ausschließlich von Baumsäften 
und dem Saft von überreifen Früchten. 
Die Larven ernähren sich von Zellulose. 
Magen und Darm der Larven haben sich 
dieser Nahrung hervoragend angepasst.*

 Die Eiablage erfolgt meist im Hochsommer. 
Das Weibchen legt kleine gelbliche Eier, 
die eine Länge von 5 Millimeter aufweisen, 
einzeln in Totholz oder Komposthaufen ab. 
Die Larven weisen je nach Alter 
eine Länge von 10 bis 30 Millimeter auf. 
Das Larvenstadium kann sich 
über zwei bis fünf Jahre erstrecken. 
Während dieser Zeit kommt es zu drei Häutungen. 
Nach der dritten Häutung verpuppt 
sich die Larve in einen Kokon, 
der aus Erde und Sägemehl besteht. 
Der Schlupf erfolgt meist im späten Frühling, 
selten auch erst im Sommer. 
Die fertigen Nashornkäfer haben
 eine Lebensdauer von zwei bis drei Monate.*
 

Das Letzte Bild hat meine Tochter geknipst
und zeigt erst richtig diesen wunderschöner Käfer.
Im Nachhinein habe ich von diesem Käfer schon mal gehört,
aber nie gedacht, 
dass es bei uns überhaupt vorkommen kann.
*Angaben von Wikipedia

Donnerstag, 15. März 2012

Ein sehr merkwürdiger Fund

Seit mehr als 20 Jahren halte ich Meerschweinchen.
Das nötige Heu wurde am Anfang 
im Kaufland oder Marktkauf erstanden.
Doch seit es Fressnapf im Nachbarort gibt,
kaufen wir die großen Packs,
weil es auf Dauer biller ist.
Am Montag holten wir uns also 
wieder so eine riesen Tüte
und fütterten wie gewohnt Morgens und Abends.
Bis heute Morgen, 
als mein Mann was festes darin fand.
Er hielt es für ein großes Holzstück,
doch für mich stand gleich fest,
was es wirklich war ...
... ein Huf.


Das Fundstück von rechts ...


... und von links.


So wie von unten ...


... und oben.

So sieht kein Holzstück aus.
Die ganze Form spricht für einen Pferdehuf.
Mein Mann packte den Fund also wieder in die Heutüte
und wir fuhren am Vormittag zu Fressnapf.
Die Verkäuferinnen schauten erst entsetzt rein,
bevor wir anstandslos eine neuen Heubeutel 
mitnehmen durften.

Wir haben ja schon Vieles im Heu gefunden,
neben kleinen Hölzern und Ästen, 
auch mal Gräser,
die so fest und holzig sind,
dass sie unsere Meerscheinchen immer links liegen lassen.
So was nehmen wir gleich raus.
Aber das heute Morgen war echt ... unfassbar.

Ich mache Fressnapf keine Vorwürfe,
die bekommen die Säcke auch nur geliefert.
Mir ist auch klar,
dass die Wiesen landwirtschaftlich genutzt werden
und nicht nur das Gras darauf wachsen soll,
um Nager damit zu füttern. 
Und wenn auf der Wiese Lebewesen gehalten werden,
dann gehört Geburt und Tod ebenfalls dazu.
Der Huf war groß genug,
um zu vermuten,
dass es sich um ein Fohlen gehandelt haben muss,
denn die ausgewachsenen Pferdehufe sind größer.
Ab hier vermeide ich jeden weiteren Gedanken daran,
wie dieses arme Tier ums Leben kam.
Was ich aber nicht begreife ...
wie kommt das große Teil 
in einen maschinellgestopften Beutel?
Auch das Gras muss klein gehäckselt werden,
was das Fundstück wohl auch durchgestanden hat,
wenn man die Ecken und Kanten daran begutachtet.

Am Ende es ist wohl besser,
 es nicht zu wissen
und das als sehr sonderbar abzutun.

Mittwoch, 29. Februar 2012

"Queer As Folk" - Wertanlage

Im Dezember 2011 bin ich über einen Facebookeintrag gestolpert,
der ein kleines Video zu dieser Serie enthielt.
Tja, und was soll ich sagen ...
ich war begeistert.
So klickte ich mich durch unzählige Videos auf Youtube
und wollte endlich die ganze Serie sehen.
Um Weihnachten rum schaute ich mal bei Amazon rein
und fand diese DVD - Superbox für 37,97 €uro.
Leider war aber zu dem Zeitpunkt 
alles Geld schon ausgegeben.
Daher suchte ich mal bei iTunes 
und fand die ersten beiden Staffeln.
Neugierig kaufte ich die 1. Folge von Staffel 1  für 0,99 €
und war noch mehr begeistert.
Bei iTunes hätte ich mir zwar die beiden Staffeln kaufen können,
doch das wäre teurer als mit dieser Superbox 
bzw. als einzelnen Staffelboxen.
Den Link zur Amazonseite speicherte ich unter meinen Favoriten 
und schaute ab da öfters mal vorbei.
Und schon begann das Unglaubliche.
Die Anzahl der Super-Boxen nahm ab 
und der Preis stieg gleichzeitig.
Ja ja Angebot und Preis, 
die hängen immer zusammen.
Als dann die Box dann 57,99 kostete 
und nur noch 2 da waren,
bestellte mein Mann sie mir heimlich.
Doch als ich dann das Päckchen in den Händen hielt, 
klapperte es sehr verdächtig darin.
Mit einem unguten Gefühl öffnete ich es
und war schwer enttäuscht.
Die schöne Boxverkleidung löste sich am Rücken der Verpackung
und zwei Ecken waren geknickt.
Die DVDs selbst waren mit einem netten System 
zum Blättern verankert,
die aber leider total zerstört darin rumpurzelten.
Daher auch das Klappern.
Mein Mann rief bei Amazon an,
wo man ihn an den Anbieter weitervermittelte.
Er schrieb eine E-Mail dorthin und bat um Umtausch.
Aber wie sollte es anders sein,
die SuperBox war vergriffen
 und der Anbieter konnte sie nur noch zurücknehmen.
Also verpackten wir wieder alles 
und schickten sie zurück.
Das Geld bekamen wir auch ohne Probleme wieder.
Aus Frust erstand ich dann die nächste Folge bei iTunes.
Die nächsten Wochen schaute ich immer mal wieder bei Amazon 
und der Superbox vorbei.
Der Preis stieg immer mehr 
und ich hatte den Eindruck bei Ebay zu sein.
88,88 € war der höchste Preis den ich dafür gesehen habe.
Ich verabschiedete mich also gedanklich von dieser Seite
und schaut mich in diveren Elektromärkten danach um.
Doch nirgends gab es die.
Bis ich bei MÜLLER fündig wurde.
2, 3 und 5 Staffel standen darum 
und warteten mit je 19,99 € gekauft zu werden.
Zusammen macht das ca 60 Euro,
die mir aber auch zu teuer waren,
denn die Einzelboxen gab es bei Amazon ca. 12 Euro.
Und wieder wurde Geldgründen nichts daraus.
Dann bekam ich ein Tipp für eine Internetseite,
wo man nicht nur Filme sondern 
auch Serien für umsonst schauen konnte.
Ein paar Folgen konnte ich mir ansehen,
nachdem ich da durchgestiegen war und mich in Geduld übte,
was die Ladezeit betraf.
Damit ging schon mal ein Abend drauf
und aus 45 Minuten wurden deswegen 90 Minuten.
Das nervt mit der Zeit ganz schön.
Ich war allerdings sehr froh,
wenigstens etwas von dieser Serie gucken zu können.
Die Seite bei Amazon war erst mal in den Hintergrund gerückt.
Bis ich letzten Samstag dort mal wieder was suchte
und auch nach der Superbox schaute ...
... wow, "nur" 66 Euro!
Am Sonntag meinte mein Mann dann zu mir,
ob ich die Box immer noch haben wollte.
Na klar, aber nicht für 66 Euro.
Nee, die würde jetzt 37,97 € Kosten.
Ich fiel aus allen Wolken 
und er bestellte sie mir sofort.
UND ...
Amazon ist diesmal der direkte Anbieter.
Super, 
so würden wir bestimmt einen Umtausch bekommen,
wenn die Superbox wieder defekt ist.
Allerdings würde ich die dann nicht mehr hergeben,
selbst wenn die Halterungen wieder kaputt wären.
So billig bekomme ich nicht noch mal 5 Staffeln. 

Heute kam dann das Päckchen.
Der vorsichtige Klappertest fiel sehr ruhig aus.
Und es sollte auch so bleiben ...
Die Superbox ließ sich ohne Verkleidungsdefekte öffnen,
keine Ecken waren umgeknickt
und die DVD - Halterungen waren alle noch fest.
YES, so ging die Odyssee doch noch gut aus
und die kleine Wertanlage gehört nun mir.

"Also kommst du oder gehst du?
Oder kommst du und gehst dann?
Oder kommst du ... und bleibst."
Brian Kinney

Samstag, 24. Dezember 2011

Weihnachtsleckerei ohne Reue

Zur Feier des Tages bekam mein Mann 
beim Einkauf im Netto Schokolade geschenkt.


Lecker,
eine ganze Tafel Schokolade,
die man ohne Reue ganz aufessen kann. 


 Denn das ist einen MiniSchokoladentafel
Die Kaugummis liegen nur als Größenvergleich daneben.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Lustige Tiere - 2. Teil

Ich habe meinen Laptop aufgeräumt und
einige Dinge beseitigt, 
die ich nicht mehr brauche.
Aber diese lustigen Tierfotos 
kann ich nicht so ohne weiteres löschen,
ohne sie vorher hier "gespeichert" zu haben. 

Die gute Heidi aus dem Leipziger Zoo
Warum laufen, wenn man getragen schneller sein kann
Möwenmutation?
Wollen Blümchen haben?
Ups, jetzt hab ich das Blümchen gefressen
Ganz besondere Vierlinge
Alles meins!
Sooo Winzig
Da hängt einer sehr an Mamas Rockzipfel ... ähm ... Schwanz
Hat mein Stylist da nicht ein bisschen übertrieben?
Hoffentlich überfrisst er sich nicht daran
Ich bin zwar ein Bär, aber Bäume mag gar nicht sehr.
SOOO groß will ich mal werden
Alles so schön grün hier!
Schau mir in die Augen, Kleines!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

30 Seconds to Mars hautnah in Köln

Die Fahrt nach Köln war von Nebel und Temperaturen um 1 Grad geprägt. Dabei sollte es doch sonnig und 10 Grad werden. Ich hoffe nur, dass es das noch werden würde, denn mein Outfit für den Abend war alles andere als auf Winter ausgerichtet. Doch was soll ich sagen, ca. 30 Kilometer vor Köln wurde es schlagartig besser. Die Sonne kam raus und die Temperaturen stiegen. Das B&B Hotel war schnell gefunden und ich bezog mein Zimmerchen.


Umgezogen und Aufgehübscht verließ ich dieses dann wieder gegen 15.30 Uhr. Der Hotelmensch schaute mich nur entgeistert an und wünschte mir viel Spaß. Das war ja mal wieder klar, denn ich stand keine 1,5 Stunden vorher in „Schlapperjeans“ und ungeschminkt vor ihm. Jetzt mit Leggins, Jeansrock, meinen Schuhen mit der TRIAD-Schnürung und Stulpen drauf, und Schminke im Gesicht, waren bestimmt nicht das, wo mit der gerechnet hatte. Mein Navi lotste mich Richtung Arena und da begann die Suche nach einem Parkplatz. Aber da wo eine so große Arena war, musste es auch ein Parkhaus geben. Ich wendete also, tuckerte zurück und fand das Gesuchte in einem etwas merkwürdigen Tunnelsystem. Auto abgestellt und den Automaten zum Bezahlen gesucht, denn mein Mann hatte im Internet rausgefunden, dass es da so was wie einen Arena-Tarif gab, wo man nur 4,50 bezahlt und parken kann bis die Veranstaltung zu Ende ist. Tja, den Automat habe ich gefunden und da war auch der Knopf für den besonderen Tarif, doch irgendwie funktionierte das nicht. Ich ließ das Ding also erst mal stehen und verließ das Parkhaus. WOAH, festhalten! War das Windig hier und … kaaalt! Ich kramte mein Phonie raus und versuchte erst mal meine Internetbekanntschaften zu erreichen. Wir wollten uns hier treffen und gemeinsam zum Meet & Greet gehen. Nummer eins war auf dem Weg und Nummer zwei stand schon an, aber erst mal wollte ich mir noch einmal diesen ollen Parkautomaten vorknöpfen.


Vor der Tür quatschte mich dann plötzlich eine junge Frau an. Ich begriff erst nicht, was die von mir wollte, weil sie anfing mit „die stehen hier schon seit heute Morgen 06:30 Uhr rum, will nicht wissen, was hier los ist. Wann ist denn Einlass?“ Ich wollte sie schon aufklären, da erzählte sie mir, dass sie ein Ticket hat, aber so was verrücktes noch nicht erlebt hat. Ja dann ist ja alles klar, die wollte auch dahin. Wir plauderten im Parkhaus weiter, weil es da im Vergleich zu draußen schön warm war. Schnell kam raus, dass ich ein GT hatte und eigentlich langsam mal zum Treffpunkt müsste. Auf einmal haute sie das Thema Alter raus und schätzte mich auf Mitte 20 bis Ende 20. Danke, das ging runter wie Öl. Da wir ja unter Frauen nicht so sind, verriet ich ihr mein wirkliches Alter und sie lachte auf, weil sie auch schon über 30 war. Wenn ich das ganze Konzert und das Meet & Greet so überdenke, waren doch sehr viele ältere Fans da. Auch jünger und Teenager, aber so gut wie keine Kinder, sind ja auch keine Ferien. Ein kleines Mädchen war mit ihrer Mama beim Meet & Greet dabei, aber das war es auch schon. Das hat mich echt überrascht und so kam doch so was wie MarsFamily auf. Jeder verstand sich mit jedem und man quatschte miteinander. Sogar hilfsbereit war man … das war echt toll! Aber zurück zum Anfang. Ich telefonierte wieder meine beiden ab. So fanden wir uns schließlich und warteten gemeinsam. Die Zeit verging schnell und schon standen wir drinnen. Kurzer Check mit dem Personalausweis. Die PayPal-Zahlungsbestätigung wurde einkassiert und schon bekamen wir unsere Tickets und die Bändchen in die Hand gedrück. Auf zur Taschenkontrolle, Bändchen drum und schon ging es die Treppe runter. In eine Mini-Umkleide konnten wir unsere Jacken und Geschenke ablegen. Versammelt haben wir uns dann aber davor, wo Sarah uns auch die „knallharten“ Anweisungen nett erklärte.


Ja, die Sarah … sie bekam den Namen Kampfzwerg von mir, weil sie klein und etwas moppelig ist, aber dennoch alles auf sie hört. Als wir dann reingeführt und auf Tomo Seite „platziert“ wurden, war ich echt sprachlos. Das Ding ist ja riesig! Hier sollte ich so weit vorn bis ca. 23 Uhr stehen? Mir 2 Vorbands antun …Schwitzen und eventuell gequetscht werden? Nee, oder?! Ich stand in der zweiten Reihe und direkt vor mir die großen Boxen. Super, das ging bestimmt durch und durch. Stehen, Schwitzen und Quetschen bin ich ja von anderen Konzerten gewohnt, aber mit ca. 14.000 anderen Fans im Rücken. Ich hatte meine Zweifel und überlegte hin und her, ob das wirklich so gut war, da stehen zu bleiben. Doch zum anderen wollte ich endlich mal die Gelegenheit haben, Shannons Drumstick zu bekommen. Also blieb ich dort stehen und harrte aus.


Die erste Band Vermont Joy Parade war noch verträglich, die Zweite Our Moutain war zum Schreien und wegrennen, wenn es nicht schon so voll gewesen wäre. Aber gerade die schien es Jared angetan zu haben, denn er erschien am rechten Bühnenrand und gesellte sich dann schließlich zu ihnen. Er erzählte was von supertoller Band und setzte sich dann schließlich auf den „Rockwalk“ (lach).


Die Band war vergessen und alles schaute Jared zu. Herrlich, die Jungs müssen sich ihren Teil gedacht haben. Wir waren alle froh, als die endlich verschwunden waren. Das grenzte schon fast an Körperverletzung, was die geleistet haben. Und von den durchdringenden Gewummere von den Boxen her, ging gar nicht. Es war unerträglich und viele haben sich auch die Ohren zugehalten, als der Sänger oder sollte ich besser schreiben, der Kreischer, seine Gitarre arg misshandelte und Töne, nee Gequietsche rausholte.


Die Wartezeit dazwischen verkürzte man uns mit Werbung für den Livestream für die 300 Show und … nun haltet euch fest … mit Musikvideos! Werbung … A Beautiful Lie … Werbung …Closer To The Edge … Werbung …The Kill … Werbung … Kings And Queens … zum Schluss gab es noch mal ABL zu sehen. Und alles in den Longversionen sei auch noch angemerkt. Hey, das war mal was Ganz anderes und die Fans gingen richtig mit!


Mein Rücken machte bis hier hin alles mit und ich hoffte sehr, dass das auch so blieb. Als es dann endlich losging, war vom ersten Moment an die Stimmung da. Jared brauchte sich gar nicht anstrengen, um eine Interaktion mit uns hinzubekommen. Wir unterstützten ihn mit Singen, ohne das er uns dazu auffordern musste. Denn man merkte, dass es nicht gut um seine Stimme stand. Die Halle kochte vom ersten Takt an. Es war unbeschreiblich und ich kriege auch jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran nur denke. Es wurde gesungen, gekreischt, wenn Jared es so wollte und gejumpt ohne Ende. Fotos knispen wurde zum Kunststück und Videos machen fast unmöglich. Aber 4 Stück habe ich zu Stande gebracht und die Fotos sind dafür auch alle voll in Ordnung. 


Den Accoustic Part haben viel mit kleinen THANK YOU Flyern aufgewertet und Jared war wohl sehr gerührt. Bei etlichen flossen Tränen, als er The Modern Myth spielt und das Good Bye immer und immer wieder sang. Wir wussten alle, dass dies das letzte Konzert "for a long long time" (sagte Jared selber so an diesem Abend) war und freuten uns wahnsinnig, als er The Kill anstimmte und vom Soundbard verschwand, um den Kontakt zu seinen Fans zu suchen. Die Bodygards kamen gar nicht hinterher, so schnell war er unterwegs. Er ließ damit einen Teil, der alten Zeiten wieder aufleben.


Wie ein geölter Blitz schoss er dann an uns vorbei und wieder ab auf die Bühne. Was uns allerdings gar nicht gefiel, war das komplette Video von Hurricane kurz vor dem Ende der Show. Was als Lückenfüller mit den Videos klappte, ging nun gar nicht. Und dann auch noch die zenzierte Version. Naja, wir standen es halt aus. Anschließend gab es noch ein kleines bisschen Vergangenheit - Summit-Time! Jared forderte uns zum Klatschen auf. Okay, bekamen wir hin. Dann ging es mit Stampfen weiter. Ja, auch das klappte prima. Und Singen ... hey, konnten wir auch. Und das alles zusammen? Jared gab es vor und wir hinterher. Wahnsinn! Die Deutschen sind unglaublich gut organisiert, stellte er freudig fest. Dann holte Jared wieder ein Mädel auf die Bühne, die damit wahrscheinlich auch hoffnungslos überfordert war. Heulend stand sie da, antwortete aber wenigstens ordentlich, wenn er sie was fragt. Süß, wie er fragte, was Kings & Queens auf Deutsch heißt und es dann auch wiederholte. Könige und Königinnen … Ach so süß, das von ihm zu hören. Zum Schluss bekam sie auch einen Kuss von ihm auf die Wange.


Nebenbei wurden schon die ersten Kanditaten für den letzten Song aus der Menge ausgwählt und rausgezogen. Da wurde es etwas enger, aber alles aushaltbar. Während des ganzen Konzerts wurden auf meiner Seite gerade mal 3 Leutchen rausgezogen, die mit Kreislaufproblemen kämpften oder schon umgekippt waren. Unklar so was, warum die nicht schon vorher sich aus den Massen zurückziehen. Aber das muss jeder selber wissen, wie weit er gehen will. Irgendwie war Kings And Queens nicht so der Brüller, fragt mich nicht warum, aber für mich war es einfach so. Meine Chance auf Shannons Drumstick ging auch den Bach runter. Obwohl Shannon ihn schon in unsere Richtung warf, fiel er leider genau vor die Absperrung. Die Security war so lahm, dass wir sie erst darauf hinweisen mussten, bevor sich einer mal bückte und den Stick einfach an das Mädel vor seiner Nase gab. Tja, das war es dann halt ... no stick for me!


Also dann die Lichter ausgingen und die Show vorbei war, wollte ich nur noch raus. Ich wusste ja, wo wir uns treffen sollten. Auf dem Weg nach draußen in den Vorraum rannte mir noch eine frühere Konzertbekanntschaft über den Weg - Fesal. Wir grüßten nett und das war es auch schon wieder. Vor dem Getränkestand bekamen wir mal wieder „Nichts mehr da!“ zu hören. Komisch, dass das immer in den größeren Hallen passiert. Bereiten die sich nicht vor, oder was?! Ich bin also mit Tanja los und haben uns dort ein Wässerchen für 5,20 Euro gekauft. Ein Euro war Pfand. Doch leider hatte der Stand schon zu, als wir vom Meet & Greet kamen. Naja, jetzt hab ich ein tolles Andenken direkt von der Arena.


Wieder in dem Raum zurück, wurde ein Teil davon abgesperrt und wir mussten unsere Bändchen vorzeigen. 


Damit bekamen wir unsere FanBeutelchen. Nur bei mir gab es Probleme, weil es kein T-Shirt in meiner Größe gab. Sarah stellte mich in die „Ecke“ und organisierte noch welche, denn ich war nicht die einzige.

Stoffbeutel

Poster

"Backstagepass"
Bewaffnet mit unseren Beuteln suchten wir Nicki und gesellten uns zu ihr. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und schon scheuchte uns Sarah wieder auf. Erst erklärte sie den Ablauf des Meet & Greet und was wir nicht tun dürfen. Dann hieß es anstellen ... am Besten an die Wand und immer schön nebeneinander. Tanja und ich standen zusammen, denn falls mir wieder das bisschen Englisch ausgehen sollte, konnte sie mir helfen. 

Ja und da kamen sie auch schon rein. Erst kleine Dankesrede von Jared für die tolle Verabschiedung (die THANK YOU - Flyer meinte er damit) und dann ging es los. Shannon fing uns gegenüber an und klapperte die Fans rechts herum ab. Tomo stand knapp daneben und übernahm die andere Richtung. Nur Jared fing am Anfang der Schlange an, wo sie reingekommen waren. Jared und Shannon konnten wir zu sehen, während Tomo irgendwo da hinten Autogramme schrieb und Geschenke einheimste. Wenn sie dann drei, vier Dinge hatten, wurden sie ihnen von Sarah und noch einem Mitarbeiter abgenommen. Sie flitzten also ständig durch den Raum und brachten Geschenke weg. Jared hat normalerweise eine Ausstrahlung, dass man ihm automatisch zuschaut. Aber nicht mit mir! Meine Augen klebten an Shannon fest, der mit jedem Schritt von einem Fans zum anderen mir immer näher kam. Ich muss allerdings noch dazu sagen, dass wir an einer Ecke standen und so die Jungs komischerweise länger in unsere Nähe genießen konnten. Auch stand in unserer Nähe ein Fan mit einem großen Kuchenkarton - schön verziert mit den TRIAD und mit den Namen der Jungs drauf. Als Shannon bei ihr ankam, hatte er schon zwei oder drei Geschenke und den Stift in der Hand. Sie öffnete für ihn den Decken und zeigte, was da drin war. Ah, deutsches Brot … das lieben sie besonders! Shannon freute sich darüber und sie klappte den Deckel zu. Irgendwie brachte es Shannon fertig ihr den Karton abzunehmen und stand nun unschlüssig da. „Sarah.“, murmelte er und schaute sich um. Doch da war kein kleiner Kampfzwerg. „SARAAAH!“, rief er in einer Art nach ihr, die mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte und sofort die Szene vom Film „Riddick“ in den Kopf schoss, wo der nach Kira ruft. WOW!!! Unbeschreiblich!!! Er hat schon eine wahnsinnig sexy Stimme, aber das hier war der Oberhammer. Sofort kam Sarah angetrabt, nahm ihm alles ab und weiter ging´s. Ich hatte das rote Armband mit und drehte es so, dass er hinten drauf unterschreiben sollte. Die Glyphen sollten heile bleiben. Anstandslos malte er wieder sein S und x drauf. Er hat auch was zu mir gesagt, nur weiß ich nicht mehr was. Mein Hirn war eben mal im Mars-Universum unterwegs. Anschließend dauerte es eine ganze Weile bis Tomo bei uns ankam. Er alberte viel rum und hatte seinen Spaß. Ihm merkte man überhaupt nicht an, dass sie schon so lange on Tour sind. Bei Shannon kann ich das nicht sagen, er drehte seine Runde mit Sonnenbrille auf der Nase. Aber zurück zu Tomo. Als er bei mir ankam, hielt ich ihm wieder das Armband hin. Er sollte neben Shannon unterschreiben. Doch es kam anders. Er weigerte sich und wollte das Armband umdrehen. Nein, ging gar nicht! Ich kann auch stur sein. ;) Und hielt dagegen und schüttelte den Kopf. Schließlich nahm er es mir ganz weg und erklärte mir, dass es damit angefangen hat und malte sein Zeichen direkt neben ECHELON. Dann fragte er mich, ob ich damit einverstanden sei. Ja, klar … musste ich, ging ja schließlich nicht mehr ab. NEIN, im Ernst jetzt - er hat Recht. Ich kenne die Band seit ca. 4,5 Jahre, habe den kometenhaften Aufstieg in dieser Zeit zur angesagtesten Band miterlebt und dennoch sind sie auf dem Boden geblieben. Daher, DANKE, Tomo, für diese Aktion. Es passt da viel besser hin! 

Tomos Sign
Und wieder dauerte es eine Weile bis zum Schluss Jared zu uns kam. Leicht panisch dachte ich wieder an Tomo, doch es war unbegründet. Ich hatte für ein paar Sekunden den Eindruck, dass Jared nicht gleich unterschrieb, sondern viel mehr mein Tattoo auf meinem Arm anschaute. Denn Shannon unterschrieb sofort und Tomo … naja eigentlich auch. Aber bei Jared war das anders. Er nahm sich wirklich die Zeit und malte auch diesmal sein Zeichen drauf, schaute mich an und meinte dann in perfekten Deutsch „DANKESCHÖN“. Umfassbar! Wenn man Tattoos sieht, dann sind meistens die Glyphen oder Schriftzüge. Das TRIAD kommt nicht so oft vor und wenn dann meistens etwas versteckt am Körper, aber ich zeige es ja offen und jeder kann es sehen. Vielleicht kommt es daher, dass er sich so lieb dafür bedankte.

Shannons (links) und Jareds (rechts) Unterschrift
 Ich habe schon mal wo anders geschrieben, dass Jared eine unbeschreibliche Aura hat. So auch jetzt! Er machte einen Schritt zum nächsten Fan und ich nahm ihn unter die Lupe. Ich weiß, dass er umwerfend aussieht, aber man sieht ihm die Müdigkeit an. Nicht nur seiner Stimme merkt man das an, sondern auch ihm selbst. Das kommt auf Fotos besonders rüber, doch wenn man ihm gegenübersteht, merkt man davon richtig viel ... er lässt es sich nicht anmerken, aber ich denke, er  funktioniert nur noch. Und was mir noch aufgefallen ist, sind seine Hände, als er sein nächsten Autogramm gab. Er mag jünger aussehen, doch auch er wird älter und das sieht man ihm an den Händen besonders an. Ich war richtig entsetzt darüber. Jared ist halt kein "Musiker-Gott", wie viele ihn vielleicht sehen und immer wieder neue Tourdaten, Videos und ein neues Album von ihm verlangen. Er ist ein Mensch, wie du und ich und trotzallem unsagbar sympathisch. Im Anschluß machte Jared noch mal Werbung für den Livestream und erklärte auch, warum er nicht kostenlos ist. Es ist ihm also nicht entgangen, dass viele darüber sauer sind und die Band als geldgierig bezeichnen. Jared bot uns auch die Gelegenheit Fragen zu stellen, egal worum es ging. Doch wahrscheinlich traute sich keiner. 
So ging es dann nahtlos zur Fotosession über. Es war mal wieder lustig, mit anzusehen, wie er Shannon und Tomo suchte, die etwas abseits stand und nur auf ihn warteten. Diesmal ging mit unserer Reihe los, denn wir standen ja fast neben dem roten Teppich und schwarzen Vorhang. Das ging alles so fix ... Sarah nahm uns unsere Sachen ab, reichte sie an die Mitarbeiterin weiter, die sie uns anschließend wiedergab, während wir zum Knispen durften. Meine Nervosität war schon längs weg. Also einfach zwischen Jared und Shannon gestellt, da zückte der Fotograf schon die Kamera. Hallo, warte, dachte ich da nur. Schnell legte ich noch meine Arme um die beiden und schon drückte er ab.
Fertig und Weg! Ich habe mich dann nur rumgedreht und THANK YOU! gesagt. Das ging soooo schnell, dass ich davon nichts so richtig begriff, geschweige denn genießen konnte. Aber wie so oft in solchen Momenten, kriege ich doch mehr mit. Jared ist verdammt dünn. Nichts als Knochen! Und Shannon auch, aber irgendwie nicht so schlimm und etwas drahtiger. Sollte ich mich irgendwann noch mal zu so einem Treffen hinreißen lassen oder sie auf gut Glück einfach treffen, dann schenke ich Jared eine schön belegtes Brötchen. Wir sind dann die Treppe rauf und blieben auf dem einen Absatz stehen. Da kam auch schon die Security und scheuchte uns weg. Freundlich, aber bestimmt. Dasgleiche als wir vielleicht 5 Minuten oben vor dem Ausgang standen. RAUS!!! Okay, wir raus und dort weiter erzählt. Das Wetter hatte umgeschlagen 9 Grad und nicht mehr windig, dafür aber regnete es leicht. Wir verabschiedeten uns von einander und ich machte mich auf den Weg ins Hotel. 

T-Shirt von vorn
Und von hinten
Die ganze Zeit grübelte ich, was ich von dem ganzen Abend halten soll. Ich war weder begeistert, noch sauer oder gar traurig. Einfach nichts ... totale Leere im Kopf. Dabei war es ein super Konzert mit tollen Bekanntschaften, Bandtreffen, Autogrammen und Foto ... aahh ... da war es und auch wieder nicht ... das Foto. Sarah meinte, dass wir das in den nächsten Tagen per Link zu geschickt bekommen würden. Liegt es daran, dass ich nichts greifbaren hatte, woran man sich erfreuen kann? Autogramme sind ja schön und gut, aber das Foto reißt doch alles raus!

Tomo, Shannon, Ich & Jared
Am anderen Morgen bin ich gegen 8:30 Uhr los. Telefonierte noch schnell mit meinem Mann und als ich dann endlich losfuhr, brachte 1Live ein kleines Interview und Konzertzusammen-fassung. Da kam das erste Mal Wehmut auf. Als ich dann auf der Autobahn war, schob ich die THIS IS WAR CD rein. Das hätte ich nicht wirklich tun sollen. Bei Closer To The Edge kullerten dann die Tränen, denn da begriff ich erst richtig, dass meine 4,5 supertollen Jahre mit den Jungs zu ende waren.

No - 
I will never forget 
No No - 
I will never regret 
No No No - 
I will live my life
One day, maybe we'll meet again 

! ! ! YES ! ! !

Wir werden uns nach ihrer langen Pause wiedersehen,
denn ich werden weiterhin zu ihnen stehen 
und immer ein ECHELON sein!

Provehito In Altum